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"Halte dich an das Schöne, vom Schönen lebt das Gute im Menschen"

Ernst v. Feuchtersleben

 

 

 

 

Wie ich zur Malerei kam...

 

          

 

 

1981 nach dem Abitur lag auch mir die Welt zu Füßen: Fertig mit der Schule (die ich im übrigen sehr geliebt habe.... und die Zeit immer noch als was ganz besonders Schönes in Erinnerung habe) bekam ich einen der begehrten Studienplätze an der Kunstakademie in Hanau bei Frankfurt. In Zeiten der Studentenwohnungsknappheit fanden wir eine kleine Dachgeschosswohnung, 2 Z/K/B in dem kleinen Vorort Steinheim, direkt über der Bäckerei. Der Umzug war abenteuerlich, mit dem alten Geschäftsbus meines Vaters, der aus allen Nähten platzte und meinem heiss geliebten Karman Ghia, in dem meine Goldhamster transportiert wurden, brachten wir die Möbel und mein Krimskrams nach Hanau und versuchten, mein neues Zuhause so wohnlich wie es eben ging, zu machen.

 

Die Tage an der Kunstakademie waren aufregend. Fachliche Richtung: Goldschmieden.

ja, das wollte ich werden. Goldschmiedin, Schmuck entwerfen und herstellen. Filigrane schöne Dinge produzieren.

 Doch zuerst hiess es, stundenlang Messingteile feilen feilen feilen. sägen sägen sägen. und zeichnen zeichnen zeichnen.

Bis die erste Fassung entstand und die schönen Dinge hergestellt wurden, das dauerte ewig.

Doch es machte Spass- auch Freunde wurden schnell gefunden.

 

Die 80-er: Neue deutsche Welle, Baghwan, RAF, Startbahn West, Wohnungsbesetzungen.

 Das ist meine Erinnerung an die Zeit. Frankfurt war nicht zu vergleichen mit unserer kleinen Welt in Schopfheim oder Lörrach. 

Mit den Menschen, die man mochte und mit denen man seine Zeit verbrachte, mit denen man zusammen aß, studierte, baden ging, Feste feierte.... war das Leben aufregend und schön.

 

1983 brach ich das Studium aufgrund des tödlichen Verkehrsunfalles meines Freundes ab.

Zurück in der Heimat, begann ich eine Lehre zum Bauzeichner, anschliessend eine weitere Lehre zum Zimmermann. Mit der Geburt der Kinder Jana, Kai und Lena begann ein neuer Lebensabschnitt, mit dem Kauf des alten Bahnwärterhäuschens im Ortsteil Kirchen im Markgräflerland ging ein alter Kindheitstraum vom Farmleben in Erfüllung und 2003 keimte auch zum ersten mal nach all den Jahren wieder die Liebe zur Kunst auf und ich hatte wieder Freude daran, einen Pinsel in die Hand zu nehmen!